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München / Köln
"NEUE ART VON BALLETT"
Richard Siegal / Ballet of Difference und Schauspiel Köln / Tanz Köln
Das Schauspiel Köln, Tanz Köln und die auf Grundlage der dreijährigen Förderung der Landeshauptstadt München neu gegründeten Tanzkompagnie Richard Siegal / Ballet of Difference des international bekannten Choreografen Richard Siegal planen eine längerfristige Kooperation und künstlerische Partnerschaft. Die Zusammenarbeit ist auf zunächst drei Jahre angelegt und erfolgt in mehreren Schritten.
Bereits im Jahr 2017 entsteht die erste Produktion von Richard Siegal / Ballet of Difference als Koproduktion mit Tanz Köln: Die Premiere MY GENERATION wird ermöglicht durch die Förderung der Landeshauptstadt München und durch das Dance Festival, das sein Programm am 11. Mai 2017 in der Muffathalle, der Münchner Residenz von Richard Siegal, damit eröffnet und wird am 14. Juli 2017 im Rahmen der internationalen Tanzgastspiele von Tanz Köln im Depot des Schauspiel Köln zu sehen sein.
In der Spielzeit 2017/18 wird die Zusammenarbeit intensiviert: TRIPLE BILL, das neben einer Neukreation des Choreografen Richard Siegal seine ursprünglich für das Bayerische Staatsballett entstandene Choreografie UNITXT und eine der Choreografien aus MY GENERATION in völlig neuem Kontext zu einem dreiteiligen Werk verbindet, wird städte- und länderübergreifend zu gleichen Teilen in München und Köln geprobt. Die Premiere ist für Februar 2018 am Schauspiel Köln geplant. Im Anschluss wir die Produktion in München zu sehen sein.
In der Spielzeit 2018/19 werden dann das Schauspiel Köln und Richard Siegal / Ballet of Difference nicht nur räumlich, sondern auch konzeptionell und künstlerisch gemeinsam Neuland betreten. Nach den beiden reinen Tanzproduktionen wird als Kooperation zwischen Richard Siegal / Ballet of Difference und dem Schauspiel Köln ein großes genreübergreifendes Crossover-Projekt entstehen. In diesem Projekt, dessen Premiere für Ende 2018 / Anfang 2019 geplant ist, werden Tänzer der Kompagnie und Schauspieler des Schauspiel Köln gemeinsam auf der Bühne stehen und sich dabei nicht nur formal in unterschiedlichen (künstlerischen) Sprachen begegnen, sondern auch die Unterschiedlichkeit von Kulturen und den Schwierigkeiten ihrer Begegnungen zum inhaltlichen Thema der Produktion machen.
Ergänzt wird die künstlerische Arbeit an den Standorten München und Köln durch zahlreiche gemeinsame Workshops, Lectures und zwei Symposien, sowie dem partizipativen Projekt IF / THEN FÜR ALLE, das in den jeweiligen Städten auch zahlreiche Akteure der freien Tanzszene in den Arbeitsprozess mit einbindet.
Die Neugründung der Kompagnie Richard Siegal / Ballet of Difference in München ist durch die Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Köln und Tanz Köln von Anfang an auf Expansion angelegt. Über mehrere Jahre wird der Residenzgedanke der Kompagnie systematisch auf zwei Städte ausgeweitet, wodurch der Kompagnie ganz neue künstlerische Möglichkeiten entstehen. Gleichzeitig werden das Schauspiel Köln und Tanz Köln erstmals seit mehreren Jahren ohne eigene Tanzkompagnie in Köln wieder mit einer Kompagnie kooperieren, deren Tänzerinnen, Tänzer und Choreograf nicht nur im Rahmen der renommierten Tanzgastspiele zu Gast sind, sondern über einen längeren Zeitraum selbst in Köln produzieren.
Das skizzierte Gesamtprojekt wird in seiner Größe nur durch das Zusammenspiel verschiedener Partner möglich. Eine dreijährige Förderung der Stadt München (2016-2018) ermöglicht es Richard Siegal, seine eigene Kompanie Richard Siegal / Ballet of Difference zu gründen. Weitere Kooperationspartner ermöglichen dieser Projektkompagnie über einen längeren Zeitraum zu arbeiten und zu produzieren.
Für den Beginn der Arbeit ist Richard Siegal / Ballet of Difference in München beheimatet, wo auch die erste Premiere herauskommen wird. Im Verlauf der Zusammenarbeit erweitert Richard Siegal / Ballet of Difference seine künstlerischen Aktivitäten im Rahmen der umfassenden Kooperation mit dem Schauspiel Köln, die Zusammenarbeit mit München ist die Grundlage dafür. Von Kölner Seite aus wird die Kooperation zum einen im Rahmen eines Koproduktionsbeitrags durch die Tanzgastspiele an den Bühnen Köln ermöglicht.
Zusätzlich werden Mittel aus dem Produktionsetat des Schauspiel Köln für die Zusammenarbeit bereitgestellt. Das Land Nordrhein-Westfalen, das wichtige Impulse für die Zusammenarbeit zwischen Richard Siegal / Ballet of Difference und Schauspiel Köln / Tanz Köln gegeben hat, fördert den Aufbau der Kompagnie und die Kooperation mit dem Schauspiel Köln über das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport (MFKJKS) des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer zusätzlichen Landeskulturförderung über mehrere Jahre. Die Förderung erfolgt auf der Basis des neuen Kulturförderplans 2016-2018 im Rahmen des Modellprojekts „Theater Hybrid“ zur mehrjährigen und strukturellen Zusammenarbeit zwischen kommunealen Theatern und freien Ensembles. Weitere Förderer werden in den nächsten Monaten dazukommen.
„Ich freue mich sehr, dass durch die Kooperation von Köln und München ein starkes
zeitgenössisches Ensemble an den Start geht. Mit dem renommierten Choreografen Richard Siegal
wird an den Bühnen Köln wieder Tanz produziert, der auch international wirken kann.“
Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-
Westfalen
„In Gegenwart des klassischen Balletts erfahren wir das Sublime. Wir treten mit der Vergangenheit
in Verbindung und erfreuen uns an der Tradition. Und wir sind stolz auf unsere Gesellschaft, die
solche großartigen Kunstwerke hervorgebracht hat. Leider geht diese positive Erfahrung einher mit
veralteten Ansichten und den Vorurteilen aus der Entstehungszeit dieser Werke. Angesichts der
technischen, gesellschaftlichen und philosophischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts ist es vielleicht
gerade diese Dissonanz von Damals und Jetzt, die den Weg für eine neue Art von Ballett eröffnet.“
Richard Siegal, The Bakery und ecotopia dance productions
„Ich freue mich sehr, dass mit Richard Siegal und seinem Ballet of Difference wieder eine
hochkarätige Tanzkompagnie über einen längeren Zeitraum am Schauspiel Köln arbeiten und
anwesend sein wird. Mit diesem Company-in-residence-Gedanken probieren wir auch ein Modell
aus, dass hoffentlich Impulse für eine auch in Zukunft stärkere Präsenz des Tanzes in Köln geben
wird.“
Stefan Bachmann, Intendant des Schauspiel Köln
„Richard Siegal arbeit immer sehr intensiv mit seinen Tänzerinnen und Tänzern und motiviert
jeden Einzelnen des Ensembles sich auf Neues einzulassen. Das Ergebnis sind Stücke von hoher
tänzerischer Intensivität und ästhetischer Qualität. Siegal zeigt sich immer offen für Experimente
und spannt dabei oft einen intersiziplinären Bogen aus Tanz, Performance, Musik und medialer
Kunst. Ich wünsche Richard Siegal, seinem Ensemble, dem Schauspiel Köln und uns, sowie allen
anderen Partner eine inspirierende Zeit der Zusammenarbeit und dem Publikum spannende
Aufführungen.“
Dietmar Lupfer, Künstlerischer Leiter und geschäftsführender Gesellschafter, Muffatwerk München
„Eine Liaison auf Augenhöhe, das habe ich mir für den Tanz an den Bühnen Köln immer gewünscht.
Mit Richard Siegal und seinen großartigen Tänzer*innen haben Stefan Bachmann und das
Schauspiel Köln einen künstlerischen Partner gewählt, mit dem gemeinsam neue Wege beschritten
und erkundet werden könnten.“
Hanna Koller, Tanz Köln
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